Bau und Wissen

Zustandsuntersuchung und Instandsetzung von Natursteinmauerwerk und Mörtel (184341)

BeschreibungDie Art der Verwitterung von Baustoffen in Mauerwerken aus Naturstein und Mörtel ist abhängig von den Materialeigenschaften der einzelnen Materialien, der Art des Materialverbundes sowie ihrer Exposition. Bei älteren Bauwerken liegt der Schlüssel zum Verstehen der Verwitterung zusätzlich in der Geschichte des Bauwerks und dort oftmals auch in (Konservierungs-)Massnahmen die das Bauwerk zu einem früheren Zeitpunkt erfahren hat. Die Zusammenschau aller Kenntnisse über das Objekt hilft die Geschwindigkeit des Schadensfortschritts zu kennen und damit die Dringlichkeit einer Massnahme abzuschätzen. Diese Zusammenhänge werden im Kurs hergeleitet und erläutert. Mörtelmaterialien spielen in dem Geschehen einerseits die Rolle des verwitternden Materials, aber was die Salzverwitterung angeht auch die des Schadstofflieferanten. Vor allem unter diesem zweiten, oft weniger beachteten Gesichtspunkt sollen verschiedene Mörtelmaterialien im Kurs charakterisiert werden. Bei der Schadensentstehung an Natursteinmauern spielt das Verhalten der Materielien und Materialverbände gegenüber Wasser und bauschädlichen Salzen eine grosse Rolle, deshalb wird ein Schwerpunkt auf die Erläuterung der Interaktion von Porosität, Wasser und Salzen gelegt. Die Porositätseigenschaften des Materials spielen zudem eine entscheidende Rolle bei vielen Konservierungsmassnahmen indem sie die Aufnahme (Eindringtiefe) von flüssigen Konservierungsmittel bestimmen. Zudem verändern invasive Erhaltungsmassnahmen die physikalischen Eigenschaften von porösen Baumaterialien und dadurch auch ihre Art sich im Materialverbund zu verhalten und letztlich zu verwittern. Dabei können auch unerwünschte Veränderungen stattfinden, die die Verwitterung sogar beschleunigen können. Auch diese Zusammenhänge werden im Kurs aufgezeigt und anhand von verschiedenen gängigen Konservierungsmethoden, wie z.B. Festigen, Hydrophobieren und Schutzbeschichtungen, erläutert. Des Weiteren werden einfache Feldmethoden zur Erkennung einschlägiger Materialeigenschaften, zur Identifikation von Schadsubstanzen und Beobachtungsmöglichkeiten der Zusammenhänge am Bau vorgeführt und erläutert.

ZieleErkennen von Zusammenhängen und Abhängigkeiten zwischen Materialeigenschaften der verschiedenen Materialien, Exposition, Verwitterungsformen und herleiten von auf das Geschehen am Objekt abgestimmten Konservierungskonzepten die nach dem Prinzip des «Minimalen Eingriffs» erfolgen - es wird versucht einen eingestellten, mehr oder weniger stabilen Zustand so wenig als möglich und nur soweit wirklich notwendig zu verändern.

PublikumIngenieure, Architekten, Bauleiter, Planer, öffentliche und private Bauherren, Bauunternehmer, Produktelieferanten

Dauer2 Tage

Startkursdatum01.02.2018

Endkursdatum02.02.2018

OrtBau und Wissen, TFB AG, Lindenstrasse 10, 5103 Wildegg

KostenCHF 1‘190.00 inkl. MWST und Seminarunterlagen. Frühbucher bis 30 Tage vor Kursdatum erhalten 5% Reduktion.